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"Hallo Auto!" 2010

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„Hallo Auto!“ und die Sache mit der Notbremsung
Realschüler trainierten richtiges Verhalten im Straßenverkehr


Ein Kind läuft auf die Straße, wird von einem Auto erfasst und bleibt verletzt liegen. Damit dieser Alptraum vieler Eltern nicht zur bitteren Wirklichkeit wird, veranlasste die Realschule Oberroning ein „learning by doing“ mit dem ADAC und dem Verkehrssicherheitsprogramm „Hallo Auto!“. 



Richtiges Verhalten im Straßenverkehr kann und muss erlernt und trainiert werden. In der schulischen Verkehrserziehung nehmen die Kinder meist viel theoretisches Wissen auf, können aber damit noch keine praktischen Schlüsse ziehen. Das Projekt "Hallo Auto" wurde von der Oberroniger Jugendfeuerweher unterstützt und von den Lehrern Markus Trost, Daniela Münzer und Gernd Giessler durchgeführt. Dabei erarbeiteten 64 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen anhand vieler praktischer Übungen den Reaktions-, Brems- und Anhalteweg von Mensch und Auto. Der ADAC Mitarbeiter fand schnell den richtigen Draht zu den Schülerinnen und Schülern. 

Kinder sind noch nicht in der Lage, die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs richtig einzuschätzen. Ein Testlauf zeigte diese Problematik beim Bremsen, die Schüler erkannten, dass ein "Auf-Kommando-bremsen" unmöglich ist. Die „Schrecksekunde“ sorgt dafür, dass der tatsächliche Anhalteweg deutlich länger ist als der eigentliche Bremsweg. Die Formel "Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg“ wurde bei der Demonstration mit dem Testauto deutlich. Der ADAC-PKW benötigte bei 50 km/h 26 Meter bis zum Stillstand, wobei der Reaktionsweg, bei dem das Auto ja noch ungebremst weiterfuhr, 14 Meter betrug. Dieser Reaktionsweg könne sich unter bestimmten Bedingungen wie Alkohol, ungünstige Straßenverhältnisse, schlechte Reifenprofile noch erheblich verlängern, erklärte der ADAC Moderator. Den Fünftklässlern wurde klar, dass man in der Realität kaum abzuschätzen kann, wann ein Fahrzeug tatsächlich zum Stehen kommt. Nach vielen anschaulichen Experimenten und Übungen konnten die Kinder die Situation noch aus einem anderen Blickwinklel erfahren. Sie durften nämlich im Testauto mitfahren und die Vollbremsung am eigenen Leib erfahren.