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Presse

Logo für Schul-T-Shirts

Entwurf von Schülerinnen hervorragend aufgenommen

Oberroning (les.). Verliert der Mensch durch einheitliche Kleidung seine Identität? Diese Frage schien die 75 neuen Mädchen und Buben nicht zu beheiligen, als sie an der Realschule der Salesianerinnen in ihren neuen Schul-Poloshirts aufmarschierten.

Kunsterzieher Wolfgang Maier stellte in den Wochen davor einer 8. Klasse die Aufgabe, Entwürfe für eine Logo zu entwickeln. Barbara Köglmeier und Katrin Heinrich hatten den Einfall, ihre Schullaufbahn mit einer Treppe zu veranschaulichen. Mit seinen fröhlichen Orange- und Gelbtönen sollte das Logo auch die gute Stimmung an der Schule widerspiegeln. Diese Idee fand sowohl bei den Mitschülern als auch bei Schulleitung und Lehrern breite Zustimmung und wurde in Auftrag gegeben.

"Kriegen wir auch so Shirts?" "Warum habe das nur die Kleinen?" Die Reaktionen vieler Schüler lassen eindeutig auf den Erfolg schließen. Nur können in den nächsten Wochen alle Schüler ihre eigenen "Schulklamotten" bestellen. Das Angebot soll sich auf verschiedene Oberteile, wie Sweatshirts in mehreren Farben, aber alle mit aufgesticktem Schullogo erstrecken.

 

Teilen und helfen

Realschüler haben Patenschaft in Ecuador übernommen, wo 18 Prozent in Armut lebt (Quelle: Allgemeine Laber-Zeitung)

Oberroning. Über 1200 Schulklassen führen inzwischen eine Partenschaft, darunter auch die Klasse 8c der Realschule Oberroning. Seit vergangenem Schuljahr unterstützen die Mädchen und Buben mit ihrer Klassenlehrerin Tanja Tajsich die 15-jährige Rosa Lorena-Cool Anchundias, die in einem Dorf in Ecuador lebt.

Ecuador mit der Hauptstadt Quito ist ein Land mit 12,6 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 257 760 Quadratkilometern. Die Kindersterblichkeit liegt bei drei von 100 Kindern. 90 Prozent der Männer und 95 Prozent der Frauen sind Analphabeten. Viele Menschen, etwa 18 Prozent, leben in absoluter Armut. Mehr als eine Million Patenkinder haben durch eine Patenschaft bereits Aussicht auf eine bessere Zukunft bekommen. In der Klasse 8c in Oberroning werden gemeinsam Briefe an Lorena geschrieben. Lisa Steiger, Silvia Kluge und Anna-Katrin Holzner haben in einer Ausstellung an der Schule auf die Situation der Kinder in Ecuador aufmerksam gemacht und ihr Projekt vorgestellt, um auch Lehrer für eine Teilnahme zu gewinnen. An der Patenschaft beteiligen sich inzwischen noch Rektor Andreas Dillinger und die Lehrer Annemarie Benedikt, Klaus Feuchter, Bernhard Bannes und Karl-Friedrich Hueck.

Mit der Übernahme einer Patenschaft geht man keine vertragliche Verpflichtung ein. 25 € - so der Patenschaftsbeitrag für einen Monat. Mit diesem Geld kann in einem Entwicklungsland viel entstehen. Die Klasse 8c nahm an einem Raucherprojekt teil und gewann 100 Euro. Diese wurden verwendet um den Patenkind ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zu kaufen und zu schicken.

Wer Pate werden möchte, kann sich an die Plan International Deutschland e. V. "Bramfelder Straße 70, 22305 Hamburg wenden".

 

Wer nicht evaluiert - verliert

Selbst-Evaluation hat sich gelohnt - Auswertung dauert noch an (Quelle: Allgemeine Laber-Zeitung)

Oberroning. Evaluation - ein Zauberwort. Den Wert von etwas festlegen, es bewerten und vielleicht noch diesen Wert in ein "Ranking" (noch so ein Zauberwort) einfügen, also einfach gesagt, eine Tabelle bilden und schauen, wo man steht - ohne diese Zaubereien geht heutzutage nichts mehr. Wer nicht evaluiert, verliert.

Das gilt natürlich auch für Schulen. Wobei nichts dagegen einzuwenden ist, dass sich eine Institution Gedanken darüber macht, wie sie bei ihrer Klientel ankommt und wo Verbesserungs- und Änderrungsbedarf ist.

Staatliche Schulen werden extern evaluiert, das heißt, es kommt ein Expertenteam, das sich den ganzen Betrieb anschaut, mit den Leuten spricht und dann seine Sicht der Dinge darlegt. Eine Art Schul-McKinsey also. Den können Privatschulen auch für sich anfordern, müssen allerdings (teuer) bezahlen und kommen dafür auf eine Warteliste so um den St. Nimmerleinstag rum.

Nund sind aber gerade die privaten und kirchlichen Schulen schon von jeher gewohnt, ihr Schulprofil zu entwickeln, so dass eine Evaluation auch als Hilfestellung bei der Profilbildung in der Schullandschaft wertvoll und nützlich sein kann.

Hilfe kommt vom katholischen Schulwerk: die von der Bertelsmann-Stiftung entwickelte externe Evaluation mittels Fragebögen wurde vom Schulwerk um eine Frageblock speziell für kath. Schulen erweitert, die Schulen konnten noch eigene Fragen hinzufügen und schon verfügte - auch gegen Entgelt versteht sich - jede Schule, die wollte, über eine Möglichkeit zur Selbst-Evaluation in Schulen.

Oberroning hat diese Möglichkeit genutzt. Das Schulentwicklungsteam bestedehnd aus Realschulrektor Andreas Dillinger, seiner Stellvertreterin Angelika Bauer-Deutler, sowie den Lehrkräften Tanja Tajsich und Wolfgang Maier, setzte sich vorab mit dem Prozedere auseinander und legte in etlichen Mitagssitzungen den Ablauf fest.

Zunächst mussten die schul-spezifischen Fragen formuliert werden, da diese in die standardisierten Fragebögen eingefügt werden mussten.

Die Oberroninger beschlossen dezidiert nach dem Nutzen und der Nutzung der Hausaufgabenzeit zu fragen. Hierzu Aussagen zu treffen, die dann nach dem Schema "Stimme voll zu", "Stimme teilweise zu", "Stimme weniger zu", "Stimme nicht zu" beziehungsweise "Weiß nicht" bewertet werden konnten, erwies sich als gar nicht so einfach.

Dann wurden Termine gesucht. Befragt wurden alle Lehrkräfte, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Verwaltung, dem Sekretariat und der Nachmittagsbetreuung sowie alle Eltern und Schüler der siebten und neunten Klassen. Das Schulpersonal und die Schülerinnen und Schüler füllten ihre Fragebögen in der Schule aus. Um die Rücklaufquote auch bei den Eltern hoch zu treiben, wurde für die Klasse mit der höchsten Elternrücklaufquote ein Preis ausgelobt. Die Fragebögen wurden dann an die Bertelsmannstiftung eingesandt und dort maschinell ausgewertet.

Vor wenigen Wochen kam nun der ausgewertete Anwortbericht. Beim ersten Anblick stockte dem wackeren Schulentwicklungsteam schon der Atem angesichts der rund 600 Seiten an Tabellen, Diagrammen und Vergleichswerten. Die Auswertung wird auch sicher noch bis nach den Sommerferien dauern. Und sicher werden auch einige Ergebnisse das bestätigen, was man immer schon gewusst zu haben glaubte. Aber es sind auch schon Felder erkennbar, bei denen Handeln nötig erschient. Der Clou bei der ganzen SEIS-Befragung besteht nämlich darin, dass die Schulfamilie sich für die kommenden Jahre zwei, höchstens drei Ziele zur Verbesserung vornimmt. Sollten dann die daraus abgeleiteten konkreten Maßnahmen zur Verbesserung des schulischen Lebens führen - dann hat sich der Aufwand allemal gelohnt.

 

Tugenden gewertet

Realschule ermittelte ein Jahr lang beste Klasse

Oberroning (les). Der Klassenwettbewerb - ein Paradebeispiel für die vom Kultusministerium geforderten Aktivitäten im Bereich der Schulinovation - wurde aufgrund der sehr guten Erfahrungen auch heuer wieder zum Schulschluss an der Realschule der Salesianerinnen durchgeführt. Der wettbewerb war im Schuljahr 2001/2002 gestartet worden.

Ziel war es, die Motivation der Schülerrinnen und Schüler sowie das Schulklima zu fördern. Hierzu wurde von den Lehrkräften ein Reglement für die Vergabe von Plus- und Minuspunkten erstellt. Zu Punkten sollten die Klassen nicht nur durch schulische Leistungen kommen, sondern speziell auch durch gemeinschaftliche Projekte und Zusammenarbeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit, und dergleichen Kardinaltugenden mehr.

Dabei ging die Leistung des Einzelnen immer in die Gesamtwertung der Klasse ein - auch die negative. In der letzten Schulwoche konnte das Punktekonto mit dem Abschlusswettbewerb den ganzen Vormittag lang in den Disziplinen Kunst, Tanz, Klassenkameraden erkennen, Baumsägen, Computer- und Englisch-Quiz, Tattoo-Malen, Baseball oder im Niederseilgarten aufgebessert werden. Gesamtsieger in diesem Wettbewerb wurde die Klasse 9c mit 977 Punkten, die sich auf einen Ausflug freuen darf.

 

Aus zwölf Monaten wurden 33 Jahre

Oberroning (les). Eigentlich wollte Klaus Feuchter 1973 als Referendar mit Beschäftigungsauftrag für Chemie und Biologie nur zwölf Monate an der Realschule Oberroning bleiben, daraus sind nun 33 Jahre geworden. Am letzten Schultag wurde er verabschiedet.

Bild von M. Schmid

Verabschiedet wurde der Pädagoge von der Oberin des Klosters der Salesianerinnen, Sr. M. Alberta Winzinger, mit einem Vergelt´s Gott für die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie Realschulkonrektorin Angelika Bauer-Deutler. Die Mitarbeitervertretung (MAV) überreichte Feuchter eine Urkunde für lebenslange Mitgliedschaft in der "Roninger Schulband". Verabschiedet wurde auch Stephanie Schneidt, die an die Realschule Abensberg wechselt.

"Ich hatte damals auch ein Angebot von der Realschule Treuchtlingen", erzählt Feuchter. Er entschied sich nach seiner Referendarzeit aber für die Stelle am Kloster Oberroning. "Diesen Schritt habe ich bis zum heutigen Tag nicht bereut", sagte er im Gespräch. "Ein Grund dafür war noch, dass man schon damals Rücksicht auf meine familiäre Situation nahm". Mit ihm gegann auch seine Frau Ingrid an der Schule ihren Dienst. Die "Feuchters" waren damals die ersten "weltlichen" Lehrer in Oberroning. Wegen eines Reitunfalls 1995 hat Ingrid Feuchter ihren Beruf jedoch aufgeben müssen. Klaus Feuchter war seit 1973 ohne Unterbrechung an der Realschule beschäftigt, die damals eine reine Mädchenschule mit einem Internat war. Das Examen hat er 1972 in den Fächern Chemie, Biologie, Sozialkunde und für evangelische Religionslehre abgelegt. Er musste aber flexibel sein und auch Erdkunde, Geschichte und Physik unterrichten. Oberroning war zu dieser Zeit eine kleine Schule. Man merkt Feuchter an, dass er ins Schwärmen kommt, wenn er von dieser Zeit erzählt. "Ich will jetzt nicht idealisieren", sagt er, "aber das war die schönste Zeit mit sehr gescheiten, hochmotivierten Schülerinnen in jeder Klasse". In diesen Jahren unterrichtete er als Lehrer noch in jeder Klasse und kannte alle Kinder mit Namen. "Das war damals das Erfolgsgeheimnis dieser Schule", sagte er. "Ich hatte einen Jahrgang mit 44 Schülerinnen, die alle für die Realschule geeignet waren und solche, die später Karriere gemacht haben".

Den großen Einbruch stellten für Klaus Feuchter und die Schule die 80er Jahre dar, als es zunehmend schwieriger wurde, Kinder für das Internat zu bekommen. Er erinnert sich an den damaligen Direktor Sigl und dessen legendären Satz im Jahr 1987: "Wir nehmen Buben auf!" Dieses Ansinnen wurde auch vom Kloster unterstützt und getragen. Rektor Andreas Dillinger war damals der "Powerman" für die Busverbindungen, dann gab es nicht mehr vier, sondern 8 Klassen (heutiger Stand: 10 Klassen).